Ca. drei bis vier Wochen nach
Ende der Winterstarre beginnen unsere europäischen Landschildkröten mit
der ersten Eiablage. Häufig geht dem eine Schönwetterperiode voraus und
die Weibchen werden durch den Sonnenschein zum Legen angeregt.
Aber schon Wochen vorher werben
die Männchen um die Weibchen und sobald die Aufwärmphase vorüber ist,
beginnen sie sich zu paaren, oft mehrmals am Tag.
Wenn die Weibchen die Eier
ausbilden, haben sie einen verstärkten Bedarf an Kalzium und man kann sie
beobachten, wie sie z. B. Sepiaschale regelrecht verschlingen.
Vor der Eiablage verhalten sich
die Weibchen total unterschiedlich. Manche sind Tage davor unruhig, hören
auf zu fressen, laufen herum, stellen sich senkrecht an die Begrenzung.
Anderen, besonders älteren und erfahren Tieren merkt man gar nichts an.
Sie fangen einfach an zu graben und zu legen.
Zuvor wird aber immer mit der
Nase die Erde geprüft, ob die Temperatur und die Feuchtigkeit stimmen.
Ist dies der Fall, beginnen die Weibchen, die Legegrube auszuheben.
Wenn sie in Legestimmung sind, stört es sie auch nicht,
wenn noch ein anderes Weibchen mit auf dem Legehügel liegt.
Mit den Hinterbeinen wird begonnen, eine Grube auszuheben.
Die Erde wird rechts und links verteilt -
dabei wird sich immer im Wechsel auf ein Hinterbein
gestützt und mit dem anderen wird die Grube ausgehoben und die Erde an
den Rand geschoben.
Beginn des Grabevorganges.
Zum Start auf den Pfeil drücken.
Ausheben der Legegrube.
Ist die Legegrube tief genug und birnenförmig
ausgehoben, beginnt das Weibchen mit dem Herauspressen der Eier. Dieser
Vorgang kann, je nach Größe der Eier, mehrere Minuten dauern. Die Eier
werden vorsichtig mit den Hinterbeinen aufgefangen und in der Grube
positioniert.
Es ist gut zu erkennen, wie das Weibchen den Kopf einzieht, um das Ei
herauszupressen.
Ist der Legevorgang abgeschlossen - hier ein
Blick auf das fertige Gelege - sortiert das Weibchen ebenfalls mit den
Hinterbeinen und sehr vorsichtig die Eier.
Dann beginnt das Weibchen, die Grube zu verschließen.
Dabei wird mit den Hinterbeinen weit ausgeholt und die Erde über das
Gelege geschaufelt. Hierbei stützt sie sich wieder im Wechsel von einem
Bein auf das andere.
Die so heran geholte Erde wird jedes Mal mit den
Hinterbeinen festgestampft.
Dann verlässt das Weibchen langsam den
Ei-Ablageplatz, nicht ohne bis zuletzt noch Erde zu kratzten. Der
Ablageplatz ist dann fast nicht mehr zu erkennen. Der gesamte Vorgang kann
mehrere Stunden dauern. Dieser hier mehr als drei Stunden.