Schildkröten-Oase

 

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Häufig erhalten wir Anfragen, wie wir unsere Schildkröteneier ausbrüten. Aus diesem Grund wollen wir dieses Thema auf einer extra Seite erläutern.
Wichtig ist, dass man die Eier möglichst sofort nach dem Legen birgt. Ist dies nicht machbar, z. B. weil man beim Legevorgang nicht anwesend war, dürfen die Eier auf keinen Fall mehr gedreht werden. Wir legen sie erst einmal in eine mit Sand gefüllte Schachtel, reinigen sie vorsichtig mit einem Pinsel vom gröbsten Schmutz und markieren mit einem weichen Bleistift die Oberseite der Eier. So verhindern wir ein späteres ungewolltes Drehen der Eier.

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Gelege der Griechischen Landschildkröte (Testudo hermanni boettgeri).

Inkubation 2.jpg (72571 Byte)

Gelege der Breitrandschildkröte (Testudo marginata).
Wir inkubieren unsere Eier der europäischen Landschildkröten in einer Kunstglucke der Firma Jäger. Bisher haben wir die FB 50-Rep verwendet und damit gute Erfolge erzielt. Als Brutsubstrat haben wir Vermiculite verwendet, welches wir anfeuchten und mehrere Zentimeter hoch in die Kunstglucke einbringen. Die Eier graben wir zur Hälfte ein. Bei einer Luftfeuchtigkeit von 80 % bis 90 % und einer Temperatur von 32,5°C dauert der Brutvorgang 55 bis 60 Tage.

Inkubation 5.JPG (48686 Byte)

Die in Vermiculite gelagerten und markierten Eier hier zu Beginn des Schlupfes.

Inkubation 4.jpg (76130 Byte)

Vermiculite gibt es in drei verschiedenen Körnungen. Vermiculite ist ein Aluminium-Eisen-Magnesium-Silikat aus der Gruppe der Glimmerminerale. Es ist mineralisch, keimfrei, nicht verrottend, nimmt sofort Wasser auf, wirkt wasserspeichernd und trotzdem durchlüftend durch Millionen kleinster Luftzellen.

Inkubation 3.jpg (64264 Byte)

Später haben wir uns für eine größere Kunstglucke entschieden. Da wir mit der Firma Jäger sehr zufrieden sind, haben wir uns entschlossen, die FB 80-Rep zu kaufen. In dieser inkubieren wir die Eier aber nicht mehr in Vermiculite.
Seit neuester Zeit haben wir unsere Brutmethode geändert. Die Eier kommen in ein Erde-Sand-Gemisch (vom Legehügel) und werden völlig mit Erde bedeckt in Heimchendosen inkubiert. Das hat den entscheidenden Vorteil, dass die Babys sich wie in der Natur ausgraben müssen. Dies machen sie erst, wenn der Dottersack vollkommen eingezogen ist. Der Brutvorgang dauert ein paar Tage länger, uns ist es aber nie wieder passiert, dass wir Schlüpflinge mit noch vorhandenem Dottersack hatten. Sie sitzen dann völlig fertig oben auf der Erde.