| Häufig erhalten wir Anfragen, wie wir unsere
Schildkröteneier ausbrüten. Aus diesem Grund wollen wir dieses Thema auf
einer extra Seite erläutern. |
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| Wichtig ist, dass man die Eier möglichst sofort nach dem Legen birgt.
Ist dies nicht machbar, z. B. weil man beim Legevorgang nicht anwesend
war, dürfen die Eier auf keinen Fall mehr gedreht werden. Wir legen sie
erst einmal in eine mit Sand gefüllte Schachtel, reinigen sie vorsichtig
mit einem Pinsel vom gröbsten Schmutz und markieren mit einem weichen
Bleistift die Oberseite der Eier. So verhindern wir ein späteres
ungewolltes Drehen der Eier. |
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Gelege der Griechischen Landschildkröte (Testudo hermanni
boettgeri). |
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Gelege der Breitrandschildkröte (Testudo marginata). |
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| Wir inkubieren unsere Eier der europäischen
Landschildkröten in einer Kunstglucke der Firma
Jäger. Bisher haben wir die FB 50-Rep verwendet und damit gute
Erfolge erzielt. Als Brutsubstrat haben wir Vermiculite verwendet, welches
wir anfeuchten und mehrere Zentimeter hoch in die Kunstglucke einbringen.
Die Eier graben wir zur Hälfte ein. Bei einer Luftfeuchtigkeit von 80 %
bis 90 % und einer Temperatur von 32,5°C dauert der Brutvorgang 55 bis 60
Tage. |
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Die in Vermiculite gelagerten und markierten Eier hier
zu Beginn des Schlupfes. |
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Vermiculite gibt es in drei verschiedenen
Körnungen. Vermiculite ist ein Aluminium-Eisen-Magnesium-Silikat aus der Gruppe der Glimmerminerale. Es
ist mineralisch, keimfrei, nicht verrottend, nimmt sofort Wasser auf,
wirkt wasserspeichernd und trotzdem durchlüftend durch Millionen
kleinster Luftzellen. |
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Später haben
wir uns für eine größere Kunstglucke entschieden. Da wir mit der Firma
Jäger sehr zufrieden sind, haben wir uns entschlossen, die FB 80-Rep zu
kaufen. In dieser inkubieren wir die Eier aber nicht mehr in Vermiculite. |
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Seit neuester Zeit haben wir unsere Brutmethode geändert.
Die Eier kommen in ein Erde-Sand-Gemisch (vom Legehügel) und werden
völlig mit Erde bedeckt in Heimchendosen inkubiert. Das hat den
entscheidenden Vorteil, dass die Babys sich wie in der Natur ausgraben
müssen. Dies machen sie erst, wenn der Dottersack vollkommen eingezogen
ist. Der Brutvorgang dauert ein paar Tage länger, uns ist es aber nie
wieder passiert, dass wir Schlüpflinge mit noch vorhandenem Dottersack
hatten. Sie sitzen dann völlig fertig oben auf der Erde. |
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